Voraussetzung für Made in Germany

Für Verbraucher steht das Siegel Made in Germany als Synonym für hohe Qualität. Viele denken an deutsche Ingenieurskunst, Erfindergeist, modernste technische Standards und Zuverlässigkeit.

Aus diesem Grund sind Verbraucher bereit mehr für ein Produkt zu bezahlen. Für viele Hersteller ist es daher sehr attraktiv diese Kennzeichnung für die eigenen Produkte zu verwenden.

Aber welche Anforderungen müssen Händler und Hersteller erfüllen,
damit es sich um ein Produkt Made in Germany handelt?

Die Wertschöpfungskette als Indiz

Hier ist der Herstellungsprozess entscheidend. Grundsätzlich wird für die Bezeichnung „Made in Germany“ die Herstellung in Deutschland verlangt. Die gewichtigsten Bestandteile in der Herstellung eines Produktes, wie Entwicklung, Design, Produktion und Qualitätssicherung finden ausschließlich in Deutschland statt.

1. Entwicklung

In der Entwicklung fließen unterschiedlichste Faktoren, wie Produktanforderungen beim Kunden, Materialien, Wirtschaftlichkeit, usw. zusammen. Alle diese Punkte werden analysiert und für die Konzeption des Produktes herangezogen.

2. Design

Der optische Faktor spielt eine große Rolle bei der Entscheidung vor dem Kauf und auch bei der Verwendung des Produktes. Durch ein durchdachtes, modernes und reduziertes Design wird eine einfache und komfortable Nutzung des Produktes gewährleistet.

3. Produktion

Der wichtigste und größte Bestandteil der Wertschöpfungskette bei einem Made in Germany Produkt ist die Fertigung. Die perfekte Zusammenarbeit von Mensch, Maschine und Werkzeug ist Voraussetzung für höchste Präzision und Qualität.

4. Qualitätssicherung

Durch jahrelange Erfahrung und geschultes Personal wird die Qualität der Produkte durch ausgiebige Prüfungen und Tests gewährleistet.

rechtliche Grundlagen

Eine exakte Regelung, wie hoch der in Deutschland erzeugte Anteil der Wertschöpfungskette sein muss, existiert weder auf nationaler, noch europäischer Ebene. Doch einige Gerichtsurteile geben einen rechtlichen Anhaltspunkt zur Herkunftsbezeichnung Made in Germany.

Den Anfang machte das Oberlandesgericht Stuttgart im Jahre 1995 und legte die maßgeblichen Kriterien für die Bezeichnung Made in Germany fest. 2002 wurde dieses Urteil durch das Landgericht Stuttgart nochmals konkretisiert. Entscheidend sind folgende drei Aspekte:

maßgebliche Herstellung in Deutschland

Endmontage in Deutschland

entscheidender Wertschöpfungsanteil in Deutschland

Der Zukauf einzelner weniger Komponenten im Ausland ist erlaubt, wenn diese nicht entscheidend für die maßgebenden Eigenschaften des Endproduktes sind.

Anforderungen für die Verwendung unseres Made in Germany Siegels

Um realistisch zu bleiben: eine 100 prozentige Herstellung in Deutschland ist bei zahlreichen Produkten nicht möglich. Auch wenn der Trend in der deutschen Wirtschaft zum Reshoring (also die Rückverlagerung von Produktionsstandorten aus dem Ausland nach Deutschland) geht, sind einzelne Komponenten oder Prozesse auf dem heimischen Markt nicht verfügbar. Dies gilt ebenfalls für Rohstoffe, wie zum Beispiel Baumwolle oder bestimmte Metalle.

Für das unser Siegel werden 80 Prozent des Wertschöpfungsanteils in Deutschland produziert. Von diesem Wert exkludiert sind die Rohstoffe aufgrund der teilweise mangelhaften heimischen Verfügbarkeit und daraus resultierender Importabhängigkeit.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen